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Projektbeschreibung

mit
Charakter
Gesundheits
Zentrum
Medicum

Auf dem Gelände des Krankenhauses Bremen-Ost haben wir das Gesundheitszentrum Medicum für Beatmung und Intensivpflege – für Erwachsene und Kinder entwickelt und gebaut. Ergänzt wird das Nutzungskonzept durch ein Pflegehotel für die außerklinische Nachsorge und Kurzzeitpflege. Das Projekt vereint unterschiedliche Versorgungsbausteine innerhalb einer Gesundheitsimmobilie und reagiert auf die spezifischen räumlichen Anforderungen intensivpflegerischer und nachsorgender Nutzungen. Neben Bereichen für die Erwachsenen- und Kinderintensivpflege umfasst die Planung Aufenthalts- und Betreuungsbereiche für Patientinnen, Patienten und Angehörige sowie die erforderlichen Funktions- und Infrastrukturflächen. Durch die Lage auf dem Gelände des Krankenhauses Bremen-Ost entsteht eine enge räumliche Anbindung an bestehende Gesundheitsstrukturen. Die Planung verfolgt das Ziel, die unterschiedlichen Nutzungen in einem architektonisch und betrieblich schlüssigen Gesamtkonzept zusammenzuführen.

Fast Facts

  • Bauherr: Osterholzer Grundbesitz GmbH & Co.KG
  • Fertigstellung: bis 2023
  • Ort: Bremen
  • Leistungsphasen: 1-5
  • Fotograf: Caspar Sessler

Entwurfskonzept | Gesundheitszentrum Medicum

Entwurfskonzept »Gesundheitszentrum«

Im Mittelpunkt der Entwurfsaufgabe steht die Entwicklung eines Gebäudes, das die komplexen organisatorischen, technischen und hygienischen Anforderungen moderner Pflegeeinrichtungen in eine klare architektonische Struktur übersetzt. Besonderes Augenmerk gilt der funktionalen Vernetzung der einzelnen Nutzungsbereiche, der Orientierung innerhalb des Gebäudes sowie der Ausbildung eines angemessenen Umfelds für Pflege, Betreuung und Aufenthalt. Die räumliche Konzeption basiert auf einer differenzierten Gliederung der Nutzungsbereiche. Pflegeintensive Funktionen werden in einer übersichtlichen und wirtschaftlich organisierbaren Struktur zusammengeführt, während Aufenthalts- und Gemeinschaftsbereiche eine adressbildende Mitte schaffen. Die funktionalen Beziehungen zwischen Pflege, Betreuung, Therapie und Aufenthalt werden dabei so angeordnet, dass kurze Wege und eindeutige Orientierungsbezüge entstehen. Besondere Bedeutung kommt der Gestaltung der Übergänge zwischen medizinisch geprägten Bereichen und den wohnlich orientierten Nutzungen des Pflegehotels zu. Der Entwurf versteht diese Schnittstellen als räumliche Sequenzen mit abgestuften Graden von Öffentlichkeit und Privatheit. Dadurch entstehen Aufenthaltsqualitäten, die den besonderen Anforderungen einer längerfristigen Betreuung ebenso Rechnung tragen wie den Bedürfnissen von Angehörigen und Besuchern. Das Gesundheitszentrum wurde als Ort entworfen, der die komplexen organisatorischen, technischen und pflegerischen Anforderungen moderner Gesundheitsbauten in eine robuste und langfristig anpassungsfähige Architektur übersetzt. Der Entwurf verbindet funktionale Klarheit mit einer adressbildenden architektonischen Identität und entwickelt aus den Anforderungen des Gesundheitswesens einen eigenständigen baulichen Beitrag für den Standort Bremen-Ost.

„Der Entwurf übersetzt die komplexen Anforderungen moderner Pflegeeinrichtungen in eine klare, robuste und langfristig nutzbare Architektur.“
Maja Marstaller
Partner, Gruppe GME