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Projektbeschreibung

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Casino
Futur

Die Ausgangssituation war eine schmale Ecke mit einem Gebäude, das nicht mehr sanierungsfähig ist. Für das junge und designorientierte Quartier musste eine besondere, kommunikative und kreative Lösung gefunden werden. Die neue Struktur an dieser markanten Kreuzung wird nun durch die Höhe akzentuiert. Das skulpturale Gebäude und die Fassadengestaltung setzen die moderne Interpretation der wilhelminischen Stadtbauidee um, durch besondere Architektur und Ornamentik im urbanen Kontext eine Ecksituation zu betonen. Obwohl das Haus klein ist, wirkt es über seine Größe in Quadratmetern als ein deutliches Statement der modernen Architektur.

Das innovative Nutzungskonzept der Geschosse EG- 2.OG als Think-Tank und Community Hub für nachhaltige Zusammenarbeit lebt das innovative Design und nachhaltige Konzept des Gebäudes. Den Anspruch auf urbanes Wohnen erfüllt die Wohnung mit Dachterrasse im 3.OG. Das skulpturale Gebäude setzt auch mit seiner Luftwärme-Pumpe, seiner Regenwassernutzung und seinem Gründach ein klares Statement für moderne Architektur, bei der Konzept Nutzer und Gebäude zu einer Marke werden.

Fast Facts

  • Bauherr: Privat
  • Fertigstellung: 2022
  • Ort: Bremen
  • Leistungsphasen: 1-9
  • Fotograf: Piet Niemann

Nutzungskonzept | Casino Futur

Nutzungskonzept »Casino Futur«

Die Etagen EG bis 2. Stock werden intensiv als Think Tank und Community Hub unter dem Namen „Casino Futur ” genutzt. Alle Co-Workingplätze sind im Rahmen des gemeinsamen Konzeptes und Grundhaltung vergeben worden. Der „Salon“ im Erdgeschoss mit seinem optisch öffentlichen Bereich, der durch die große Fensterzeile geschaffen wird, lädt die Bewohner des Quartiers zu einer neuen Kommunikation ein und trägt mit seinen für alle offenen Veranstaltungen zu einer intensiveren Interaktion bei. So ist auch die kleine Terrasse vor dem Haus nun inkludiert und wird als neuer Kommunikations- und Treffpunkt genutzt.

Der Anspruch an Nachhaltigkeit geht nicht nur an das Gebäude, sondern auch an das gesamte Nutzungskonzept, wird auch in dem Engagement der Mieter weitergeführt. Die gesamte Inneneirichtung ist, wenn nicht aus gesammelten Designobjekten besteht, mit unterschiedlichen Nachaltigkeitssiegeln zertifiziert. Zusätzlich werden Weiterbildungen und Seminare für das Stadtviertel und Interessierte angeboten um eine weitere Kommunikation zudem Thema aufrecht zu erhalten und sich gegenseitig zu informieren. Auch sind alle Co-Workingplätze im Rahmen dieses gemeinsamen Konzeptes und der Grundhaltung vergeben worden.

Um zusätzlich eine weiter Auslastung der innerstädtischen Fläche zu erreichen, kooperiert der Salon an einigen Abenden mit einem Restaurant in der Nähe und kann so für private oder öffentliche Veranstaltungen der Nachbarn oder von Vereinen genutzt werden. So wird das Gebäude maximal genutzt und die Nutzungskonzepte ergänzen und erweitern sich sogar untereinander.
Die Wohnung erfüllt den Anspruch an zeitgemäßes und urbanes Wohnen mit einem offenen Wohnkonzept und einer windgeschützten Dachterrasse im 3. Stock. Die Wohnfläche öffnet sich auf fast 6m Raumhöhe. Sie steigt zum großen Eckfenster hin an und ermöglicht einen großzügigen Blick über die Dächer von Bremen.

"Die Jury gratuliert zum 1. Platz und lobt die moderne Interpretation der gründerzeitlichen Städtebauidee, Ecksituationen durch besondere Architektur und Ornamentik zu betonen. Die Architekten erreichen zusätzlich, eine urbane Antwort auf die Frage der Belebung des Erdgeschosses zu geben, die jenseits der üblichen Ideen liegt. Das Bauwerk strahlt eine Souveränität aus, mit der es schon jetzt ein selbstverständlicher Baustein des Quartiers geworden ist."
Dipl.-Ing. Arch. Julia Tophof
Vorsitzende der Jury OLB Preis für Architektur und Ingenieurbau der OLB-Stiftung

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