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Projektbeschreibung

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orientieren
wohlfühlen
Neubau
Grundschule
Uesen

Schulen sind weit mehr als Orte des Lernens. Sie sind Treffpunkt, Bewegungsraum, Rückzugsort und ein wichtiger Teil des gesellschaftlichen Lebens. Mit der Erweiterung der Grundschule Uesen entstand ein Gebäude, das diesen vielfältigen Anforderungen gerecht wird und gleichzeitig die bestehende Schulanlage stärkt und weiterentwickelt. Die Schule erhält ein neues Gesicht, ohne ihre gewachsene Identität zu verlieren. Der Neubau versteht sich als selbstverständliche Ergänzung des Bestandes. Er nimmt vorhandene Strukturen auf, schafft neue Verbindungen und entwickelt den Schulstandort zu einer modernen vierzügigen Ganztagsschule weiter. Dabei steht nicht allein die Schaffung zusätzlicher Fläche im Mittelpunkt, sondern die Qualität der Räume und ihre Bedeutung für das tägliche Miteinander. Eine besondere Herausforderung lag in der Umsetzung während des laufenden Schulbetriebs. Neubau, Bestandsumbau, Verwaltungs­erweiterung und Modernisierung der Pausenhalle wurden in mehreren Bauabschnitten realisiert. Trotz der komplexen Rahmenbedingungen konnte die Schule ihren Betrieb fortführen und sich Schritt für Schritt weiterentwickeln. Entstanden ist ein Schulstandort, der den Anforderungen zeitgemäßer Bildung gerecht wird und zugleich Raum für zukünftige Entwicklungen bietet. Ein Ort, an dem Lernen, Gemeinschaft und Identifikation selbstverständlich zusammengehören.

Fast Facts

  • Bauherr: Stadt Achim
  • Fertigstellung: 2020
  • Ort: Achim
  • Leistungsphasen: 1-9
  • Fotograf: Caspar Sessler

Entwurfskonzept | Baustein für zeitgemäßes Lernen

Entwurfskonzept »Grundschule Uesen«

Bereits der neue Eingangsbereich verleiht der Schule eine klare Adresse im Stadtraum. Was zuvor eher zurückhaltend wirkte, wird heute zu einem einladenden Auftakt des Schulalltags. Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Besucher werden auf natürliche Weise ins Gebäude geführt. Die Wege sind klar strukturiert, die Orientierung selbstverständlich. So entsteht Sicherheit und Übersichtlichkeit in einer Umgebung, die auf die Bedürfnisse von Kindern zugeschnitten ist. Die Neuordnung der Erschließung schafft kurze Wege und stärkt die Verbindung zwischen den einzelnen Gebäudeteilen. Aus vielen Bausteinen wird ein zusammenhängender Bildungsort.

Im Erdgeschoss bildet die Mensa das Herzstück der Erweiterung. Hier trifft sich die Schulgemeinschaft, hier entstehen Gespräche, Begegnungen und gemeinsame Erlebnisse. Die Mensa ist mehr als ein Ort zum Essen. Sie ist ein zentraler Raum des sozialen Miteinanders. In den Obergeschossen ergänzen moderne Klassen-, Differenzierungs-, Beratungs- und Besprechungsräume das Angebot der Schule. Die Räume ermöglichen unterschiedliche Formen des Lernens und schaffen eine Umgebung, die Konzentration, Austausch und individuelle Förderung gleichermaßen unterstützt. Der Neubau fügt sich sensibel in das bestehende Ensemble ein.

Die neue Klinkerfassade greift die Materialität des Bestandes auf und interpretiert sie zeitgemäß. So entsteht ein harmonisches Gesamtbild, das Vertrautheit und Weiterentwicklung miteinander verbindet. Das Gebäude zeigt Präsenz, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Seine Wirkung entsteht aus einer klaren Haltung und einer sorgfältigen Einbindung in den Kontext. Die Architektur vermittelt Beständigkeit und Identität. Sie schafft einen Rahmen für Bildung, der auch über die reine Funktion hinaus einen emotionalen Mehrwert bietet.

„Mit der Erweiterung der Grundschule Uesen entstand ein identitätsstiftender Bildungsort, der moderne Lernwelten mit einer klaren architektonischen Haltung verbindet und der Schulgemeinschaft einen neuen Mittelpunkt gibt.“
Christian Buck
Partner, Gruppe GME