Zur Übersicht

Projektbeschreibung

Kelloggs-Silo
wird zum
Hotel
John&Will

Im Zuge der Entwicklung der Bremer Überseeinsel wurden die ehemaligen Kellogg’s-Silos aus den 1970er Jahren zu einem Hotel mit 117 Zimmern umgenutzt. Die prägende Silostruktur bleibt dabei als identitätsstiftendes Element des Quartiers erhalten und bildet die Grundlage für die neue Nutzung.

Die Transformation der ursprünglich für die Lagerung von Getreide konzipierten Stahlbetonbauwerke stellte hohe Anforderungen an Planung und Ausführung. Die Umnutzung erforderte umfangreiche Eingriffe in die bestehende Tragstruktur, die Entwicklung neuer Erschließungskonzepte sowie die Integration aller technischen und brandschutztechnischen Anforderungen in einen denkmalprägenden Bestandsbau.

Neben dem Hotel wurde der ehemalige Lageranbau zu Büro- und Konferenzflächen umgebaut. Auf dem Dach entstand ein Veranstaltungsbereich mit Blick über die Weser. Die Umnutzung des Bestands erforderte auch hier umfangreiche Maßnahmen zur Anpassung von Tragwerk, Gebäudehülle und technischer Infrastruktur an die neuen Nutzungsanforderungen.

Das Projekt zeigt exemplarisch die Potenziale einer ressourcenschonenden Weiterentwicklung bestehender Industriearchitektur. Durch die präzise Integration neuer Nutzungen in die vorhandene Bausubstanz konnte die charakteristische Identität des Ortes bewahrt und zugleich ein zukunftsfähiger Gebäudekomplex geschaffen werden.

Fast Facts

  • Bauherr: denkmalstadt GmbH
  • Fertigstellung: 2024
  • Ort: Bremen
  • Leistungsphasen: 5
  • Fotograf: Piet Niemann

Bauen im Bestand | Kelloggs-Silo wird Hotel

Bauen im »Bestand«

Die Hotelzimmer wurden innerhalb der bestehenden Silozellen angeordnet. Zur Belichtung und Belüftung der Räume wurden neue Öffnungen in die bis zu 16 cm starken Stahlbetonwände eingebracht. Die Umsetzung erforderte eine präzise Abstimmung zwischen Architektur, Tragwerksplanung, Technischer Gebäudeausrüstung und den Anforderungen des Brandschutzes. Zwischen den einzelnen Silozellen entstanden neue Verbindungs- und Erschließungsbereiche, die die vertikale und horizontale Erschließung des Gebäudes gewährleisten. Gleichzeitig galt es, die charakteristische Geometrie der Silobauwerke zu erhalten und die Eingriffe auf das konstruktiv notwendige Maß zu reduzieren. Ein wesentlicher Bestandteil der Ausführungsplanung war die Entwicklung der Anschlüsse zwischen Bestand und neuen Einbauten sowie die Koordination der zahlreichen Schnittstellen innerhalb der vorhandenen Tragstruktur. Die komplexen räumlichen Gegebenheiten des Bestands erforderten eine detaillierte Planung und eine enge Abstimmung aller Gewerke während der Ausführung.

Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, dass wir mit Respekt vor unserer Baugeschichte und dem Mut zu nachhaltigen Lösungen gemeinsam Zukunft gestalten können!
Christian Buck
Partner, Gruppe GME